Yellowstone NP

Atemberaubende Landschaft und Erlebnisse im Yellowstone Nationalpark.

Bei meiner Ankunft im Yellowstone Nationalpark, habe ich mir einen Jahrespass gekauft, der in allen amerikanischen Nationalparks gültig ist. Ab dem Besuch von 4 Parks rentiert sich das. Der Pass ist übertragbar und bis September 2013 gültig. Wenn also jemand ab Ende Oktober 2012 in die USA fliegt und Nationalparks besucht, kann er sich gerne bei mir melden und den Pass übernehmen.

Der Ranger am Eingang meinte, ich solle mich beeilen, da die Campingplätze schnell voll sind. Nach einem Stopp beim Visitor Center bin ich ohne weiteren Halt zum Norris Campground, der zentral gelegen ist. Und tatsächlich, ich war um 11:30 Uhr da und es war fast alles voll. Ich habe den letzten Platz bei den Walk in Plätzen bekommen.

Bison Strassenblockade

Am ersten Tag habe ich mir den nördlich Teil des Parks angeschaut und hatte gleich die ersten Begegnung mit dem Wildtieren dort. Eine Bison-Herde hat die Strasse blockiert. Und wenn so ein Bulle, der größer ist als ein Auto, meint es kommt keiner durch, dann fährt da auch keiner mehr. Mit dem Motorrad habe ich mal besser Abstand gehalten. Bisons habe ich in den zwei Tagen dort öfters gesehen, gefühlt mehr, als wir Caribous im Denali gesehen haben. Was man auch sehr viel sieht sind Touristen, es ist viel los im Yellowstone.

Am zweiten Tag besichtigte ich den südlichen Teil des Parkes. Diesen fand ich noch viel beeindruckender als den nördlichen. An diesem Tag habe ich noch einen Grizzly gesehen. Allerdings war er sehr weit weg und kaum zu erkennen. Es standen aber einige Leute mit Teleskopen rum, so große mit denen man eigentlich in die Sterne schaut. Ich durfte bei einem durchschauen.

Norris Basin

Generell ist der Yellowstone sehr beeindruckend. Man sollte sich mindestens zwei Tage Zeit nehmen, besser noch mehr. Es ist zwar alles mit dem Auto erreichbar, aber ich denke bei einer Wanderung erlebt man das noch intensiver. Die Landschaft aus Berge, Ebenen, Wälder, Flüsse und an vielen Stellen steigt Dampf  auf und Geysire sprudeln. Ein unglaubliches Gefühl diesen Naturgewalten so nahe zu sein. Besonders schön fand ich die Becken mit glasklarem und brodelndem Wasser. Da hab ich fast Lust bekommen mich rein zu legen.

Steak zum Dinner

Aber so heiß das Wasser ist, so kalt sind dich Nächte, eiskalt. Zum ersten mal habe ich im Schlafsack eine  lange Unterhose und Socken gebraucht. Glenn, mein Nachbar, kam öfter mal bei mir auf ein Schwätzchen vorbei. Nach der ersten Nacht hat er mir eine Decke angeboten, sehr nett. Der Campingplatz liegt auf 2.300 hm, da darf es auch mal kühl sein. Er war, wie alle National Campgrounds die ich bisher gesehen habe, sehr natürlich, hatte aber alles zu bieten, sogar richtige Klos und Waschbecken. Nur Duschen gab es nicht, dafür Feuerholz. Ich habe mir für $7 eine Kiste gekauft und hatte genug für 2 Tage. Das musste ich gleich nutzen und habe mir ein schönes Steak gegrillt.

Aber auch hier musste man wieder vorsichtig sein wegen den Bären. Es gab extra Metallbehälter in denen man seine Lebensmittel einschließen konnte. Und nur 15 Meter hinter meinem Zelt habe ich Spuren von Bären gefunden, die Vorsicht ist also nicht übertrieben.
Noch viel mehr musste man aber auf die Raben aufpassen. Die waren ganz schön diebisch und gerissen. Und sie hatten wohl gelernt, dass es in den Taschen von Motorrädern was zu holen gibt. Kaum das Motorrad auf einem Parkplatz abgestellt, saß auch schon ein Rabe drauf. Als ich aus dem Norris Basin zurück kam, hatte einer auch schon zur Hälfte meine Lenkertasche offen, inkl. Reißverschluss, unglaublich.

In der zweiten Nacht bin ich morgens um fünf aufgewacht, vom Heulen von Wölfen ganz in der Nähe. Das ging bis um sieben. Ein phantastisches Gefühl im Zelt zu liegen und den Wölfen zuzuhören.

Am dritten Tag bin ich wieder aufgebrochen und habe den Park in Richtung Süden verlassen. Ich bin noch durch den Grand Teton  NP gefahren, der aber im Vergleich zum Yellowstone keine solchen Highlights hat. Beeindruckend ist aber, dass man auf über 2.000 hm ist und auf hohe Berge zu fährt. Allerdings hat sich meine Abfahrt etwas verzögert. Immer wieder kam jemand auf eine Unterhaltung vorbei 🙂 Erst ein deutscher Auswanderer, dann eine ganze Gruppe von Russen, die in Sacramento leben und noch zwei Deutsche dabei hatten. Und natürlich gab es noch eine Unterhaltung mit Glenn zum Abschied, der mir noch geholfen hat mein Tarp zusammenzulegen.

Aber nun genug der Worte, Bilder sagen mehr als tausend Worte…..

 

2 Gedanken zu „Yellowstone NP“

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