Herzlicher Empfang in Alaska und erste Enttäuschung

Ankunft in Alaska, herzliche und hilfsbereite Menschen treffen und der verzweifelte versuch das Motorrad aus dem Zoll zu bekommen.

Wir sind in Alaska angekommen. Der Flug war schon interessant. Von Frankfurt aus sind wir immer nach Norden geflogen und irgendwann ging es, ohne die Richtung zu ändern, nach Süden. Wir sind über die Arktis geflogen. Über Grönland haben haben wir einen traumhaften Blick über Berge, Fjorde und große Gletscher gehabt.

Blick auf Grönland
Gletscher in Grönland
Berge in Grönland
Fjord in Grönland
Gletscher in Grönland

 

 

 

 

 

 

 

Die Einreise nach Amerika dauerte zwar seine Zeit, war aber einfach. Ein paar Fragen beantworten, Fingerabdrücke und Foto machen und wir konnten den Flughafen verlassen. Tja und wer hier Mengen von gelben Taxis erwartet, liegt falsch, es waren exakt….kein einziges, null, nada. Schließlich tauchte eines auf, das wir uns mit zwei Österreichern teilten, die mit dem Auto von Alaska bis Feuerland fahren wollen. Der Taxifahrer klärte uns dann auch gleich auf, dass wir in Alaska sind und die Dinge hier etwas langsamer von statten gehen. Soll mir recht sein, wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht. Unser Hotel wurde zuerst angefahren, die beiden Österreicher wollten kein Geld von uns und übernahmen die komplette Rechnung. Die ersten von vielen überaus netten Menschen die wir noch treffen sollten.

Im Hotel die nächste Überraschung. Die Dame in der Rezeption kam auf uns zu gestürmt, rief: „You are back, you are home.“ und nahm mich in den Arm. Ich drehte mich noch um, ob sie jemand anderen meinte, vielleicht hat sie uns auch verwechselt, aber nein, sie meinte uns. Total verrückt. Morgens beim Frühstück die nächste Überraschung. Es gab kein klassisches Frühstücks-Buffet. Stattdessen war in der Küche alles vorbereitet um sich selbst ein Frühstück, incl. Waffeln, zu machen. Sehr urig, wie der Rest vom Hotel auch.

Unser erstes Tagesziel war Julias Motorrad bei MotoQuest zu holen. Da stand sie, die alte Kawasaki KLR 650. Ich sag nur, „old school driving“.

Julias Motorrad

Hier ging auch alles sehr schnell und einfach und so konnten wir uns zusammen auf einem Motorrad aufmachen bei DHL mein Motorrad zu holen. Und die nächste Überraschung. Bei der Adresse die ich hatte war kein DHL. Wir fanden eine amerikansiche Firma mit unheimlich netten und hilfsbereiten Menschen, die aber nichts mit Motorrad-Transport oder der gleichen zu tun hatten. Sie teilten uns mit, dass dies die alte Adresse sei und gaben uns eine neue. Es war wohl schon öfters jemand auf der Suche nach DHL da. Sie waren sich aber nicht sicher, ob die Adresse stimmt und riefen bei DHL an, es ging aber nur die Mailbox dran. Wir unterhielten uns noch nett, bekamen Tipps, wo wir noch hin sollen und machten uns wieder auf den Weg über die „West International Airport Road“, die wir an diesem Tag noch öfters fahren sollten.

Als wir an der Adresse ankamen, war nichts von DHL zu sehen. Wir fragten jemanden, der uns ganz verwundert anschaute und meinte hier gäbe es kein DHL. Aber auch er fragte gleich im Büro nach, malte uns eine Karte auf, hatte noch viele Tipps, wo wir auf unserem Alaska Trip noch hin sollten und machte eine Menge Scherze. Und dann kam noch ein zweiter dazu, der uns eine ausgedruckte Google-Maps Karte mit der Lokation von DHL brachte.  Allerdings war auf dieser Karte nur die Grafik, nicht aber die Adresse, was zu einer weiteren Suche führte, denn am Zielpunkt war wieder nichts von DHL zu sehen.
So fuhren wir wieder, über die „West International Aitport Road“, zum Flughafen und suchten bei FedEx und UPS. Nichts zu sehen und keiner wusste was. Anruf, nur Mailbox. Anruf in Deutschland bei DHL, nur Mailbox. Schließlich suchte jemand, der dort stand, auf seinem IPhone wo DHL ist. Es war genau dort, wo es auch laut der ausgedruckten Google-Maps Karte sein sollte. Diesmal merkten wir uns aber die Adresse und fuhren wieder über die „West International Airport Road“.  An der Adresse stand nichts von DHL, aber wir waren richtig und fanden die Kontakt-Person, die ich bekommen hatte.
Die Papiere waren soweit vorbereitet, allerdings die schlechte Nachricht, das Motorrad steht noch beim Zoll. Ich musste noch ein Formular ausfüllen, bekam eine Menge Papierkram und wurde damit zum Zoll beim Flughafen geschickt um einen Stempel zu holen. Also wieder über die „West International Airport Road“ zum Flughafen. Und, aller Zöllner im Einsatz und erst wieder jemand in 1,5 Stunden zu erreichen, na toll.

Gott sein Dank hatten wir schon ein Motorrad und waren mobil. Wir fuhren nach Downtown um etwas zu essen. Und wer glaubt, das hier alles wie am Schnürchen läuft, Fehlanzeige.  Wir bestellten zwei Lachs-Gerichte und eines wurde vergessen. Nochmal bestellt und es dauerte ewig bis das zweite Essen kam. Geschmeckt hat es dann leider auch nicht.

Nicht Überzeugendes Essen

Zurück beim Motorrad hatten wir dann auch noch ein Ticket wegen falsch Parken. Na jetzt ist schon so viel passiert, da kann ja nichts mehr schief gehen. Von wegen, beim Zoll erfuhr ich dann, das ein Dokument fehlt. Also wieder zu DHL, über welche Strasse brauche ich glaube ich nicht mehr zu erwähnen. Ja und hier erreichte das Disaster dann seinen Höhepunkt.  Es fehlte die Genehmigung von EPA, dass ich mein Motorrad einführen darf. Die sitzen aber an der Ost-Küste und dort ist schon Wochenende.  Also warten bis Montag und hoffen, dass die die fehlenden Unterlagen auch gleich am Montag schicken.

Hätte ich eine Carnet, wäre das alles viel einfacher gewesen. Fr. Hartmann von DHL wies mich noch darauf hin, der ADAC meinte aber das wäre nicht nötig. Also, wer sein Fahrzeug in die USA bringen will, habt eine Carnet dabei, egal was der ADAC sagt.

Jetzt werden wir übers Wochenende auf einem Motorrad in den Süden nach Seward fahren, am Montag zurück nach Anchorage kommen und hoffen, dass dann alles klappt.
Ach ja, die Anzeige der Status-Meldungen auf der Homepage klappt leider nicht mehr. Spot hat irgendwas geändert so dass ich diese nicht mehr auslesen kann.

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