Durch den Yukon

Die Fahrt durch den Yukon, tolle Landschaften, schöne Campgrounds, grandiose Erlebnisse.

Goldgräber Rückstände

 

Nach dem Besuch von Dawson City, das außer der Hauptstraße, keine asphaltierte Straßen hat und wie eine Western-Stadt wirkt, sind wir weiter gefahren. Außerhalb von Dawson City haben wir noch das Ergebnis der Goldsuche gesehen. Mit den großen Maschinen wurde die Erde umgewühlt und die Landschaft in eine Steinwüste verwandelt.



Zunächst ging es auf den Klondike Highway Richtung Whitehorse. Hier war nichts los. Es kommt mir hier verlassener vor als in Alaska. Immerhin leben im Yukon doppelt so viele Elche (70.000) wie Menschen (35.000). 25.000 Menschen leben alleine in Whitehorse, der Hauptstadt des Yukon. Der Highway schlängelt sich durch eine grandiose Landschaft. Das Landschaftsbild ist ähnlich wie in Alaska, geprägt durch Berge, Flüsse und Wälder, gegen Süden zunehmend auch Seen. Ich habe hier das Gefühl durch den ewigen Wald zu fahren. Bäume so weit das Auge reicht und das seit mehreren Tagen.
Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen dem Norden und dem Süden. Im Norden sind die Bäume kleiner, in der Tundra gibt es gar keine mehr.

shades of green
weites Yukon
Seen des Yukon
Bären-Beeren
Fluss-Landschaften
ewiger Wald
Fluss-Landschaft
drunken trees
einer der vielen
Fluss-Idylle



Stewart Crossing

Stewart Crossing

Unterwegs hatten wir ein kleines „Sprit-Erlebnis“. In Stewart-Crossing wollten wir tanken. Eine Kreuzung mit Laden und Tankstelle, sonst nichts. Tja, aber Sprit gab es keinen. Zwischen 13 und 16 Uhr kein Strom und deshalb kein Benzin. 100 km weiter war die nächste Tankstelle, was uns noch reichte.

 

Fischleiter Whitehorse

In Whitehorse wollten wir 2 Nächte bleiben und auf dem Yukon Kanu fahren. Dazu sind wir zunächst zur  Visitor Information – generell in Kanada die top Anlaufstelle, um Infos jeglicher Art zu bekommen. Allerdings war das Wetter schlecht und für den nächsten Tag Regen angesagt. So macht eine Kanufahrt auch keinen Spaß.
Wir haben uns die Fischleiter angeschaut, mit deren Hilfe die Lachse an einem Wasserkraftwerk vorbei den Fluss hoch schwimmen können. Allerdings gab es kaum Lachse zu sehen. Uns wurde erzählt, daß in der Beringsee dieses Jahr schlechte Lebensbedingungen sind und deshalb nur 500 Lachse kommen, letztes Jahr waren es über 1000.

Hosenträger und Axt im Einsatz

Gefallen hat es uns in Whitehorse aber nicht. Zu viel Verkehr, Ampeln und Autos. Kaum zu glauben, wie ich es sonst in Stuttgart aushalte. So haben wir nur noch ein paar Besorgungen gemacht. Ich habe Hosenträger gebraucht, da die Weiteneinstellung meiner Motorrad-Hose kaputt gegangen und die Hose immer runter gerutscht ist. Eine kleine Axt haben wir auch noch gekauft. Auf den Campgrounds gibt es Feuerholz, allerdings ist es in Kanada nicht mehr gespalten. Der Kanadier bevorzugt anscheinend sein Holz selbst zu hacken 🙂



Ab Whitehorse ging es auf den Alaska Highway. Hier war mehr Verkehr, aber immer noch nichts im Vergleich zu Deutschland. Auch deutlich mehr Motorräder sind uns entgegengekommen. 95% waren Harleys und BMW (meist GS). Entlang der gesamten Strecke kommen immer wieder tolle staatliche Campgrounds, die sehr schön und naturbelassen sind und nur $12 kosten. Allerdings gibt es nur ein Plumsklo, sonst keine sanitären Einrichtungen. In USA waren die Klos allerdings ordentlicher als in Kanada. Und es gibt, wie bereits erwähnt, Feuerholz und für jeden Platz eine Feuerstelle und einen Tisch mit Bänken. So sitzen wir Abends am Lagerfeuer und sind jetzt nach dem 3. Tag in Folge ohne Dusche geräuchert und etwas verwahrlost. Aber es ist klasse 🙂

Marsh Lake
Tatchen Creek
Big Creek



Auf den Campgrounds haben wir auch erfahren, wer die lautesten, frechsten und eigentlichen Chefs in der heimischen Tierwelt sind. Die Squirrels. Kaum waren wir mit dem Abendessen fertig, haben sie sich über das Gedeck her gemacht. Beim Frühstück haben sie erst gar nicht gewartet, bis wir fertig waren und sind gleich auf den Tisch gekommen. Aber „keep wildlife wild“ deshalb bekommen sie nichts.

Squirrel will essen
Lecker Essen

5 Gedanken zu „Durch den Yukon“

  1. Mann o man o Frau,
    ich frage mich schon die ganze Zeit, ob Ihr nach diesem genialen Trip noch zu „normalem“ Leben im Remsvalley in der Lage sein werdet?
    Wie einfach wäre es doch, mit Blockhütte, Angel und vorhandender Frau am Yukon eine wunderbare Zeit- für wie lange auch immer – zu verbringen.

    Bis denne
    Micha

  2. Wie verlockend klingt das denn kaum Verkehr?!
    Tolle Bilder; habt meine Wartezeit im Stau hier auf der A6 bei HN verkürzt
    Lieber Grandiose Natur als brennende LKWs!!‘
    Weiter tolle Eindrücke und gutes Wetter! Motorradfahrern und Reisen macht mit ein wenig Sonne halt gleich noch mehr Spass?
    Taugt der Polfilter was?
    Viele Grüsse
    Matze

Schreibe einen Kommentar